Pflanze des Monats Mai

by wyder, 18. Mai 2018

Sambucus Sorten          Holunder

sambucus-nigra

Dieser sommergrüne Strauch fällt gerade in dieser Jahreszeit durch den wohlriechenden Duft seiner Blüten ganz besonders auf. Die einheimische Pflanze findet nebst der Verwendung in Wildhecken oder als üppiger Solitärstrauch ebenso den Weg auf den Teller oder ins Glas. Kinder und Erwachsene lieben den Sirup der Blüte oder diverse süsse Spezialitäten. So sind zum Beispiel in Pfannkuchenteig frittierte Holunderblüten, sogenannte Hollerküchle, eine altbayrische Köstlichkeit. Die schmecken nicht nur fantastisch, sondern sind auch noch gesund, denn Holunderblüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe.

Hollerküchle-Rezept

Zutaten:

8 Holunderblüten

2 Eier

250 g Mehl

2 Prisen Salz

2 EL Zucker

300 ml Milch

Öl Frittierfett, zum Ausbacken

Puderzucker

hollerkuechle

Zubereitung:

Holunderblüten waschen, abtropfen lassen. Eier verquirlen, mit Mehl, Milch, Salz und Zucker glattrühren. Holunderblüten in die Masse eintauchen und in heißem Öl (ca. 160-170°C) goldgelb ausbacken (frittieren). Dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Anschliessend mit Puderzucker

Mythologie

Speziell war der Holunder, auch Holder/Holler genannt, Gegenstand religiöser, mythologischer und abergläubischer Vorstellungen. So meinten die Bauern, an den Blüten die Reichhaltigkeit der nachfolgenden Ernte ablesen zu können. Griechen, Römer und Germanen hatten gleichermassen die Vorstellung, dass im Holunder die guten Geister wohnten, und so wurde es zur Sitte, den Holunder in die Nähe des eigenen Hauses zu pflanzen.

 

Spezielle Sorten

Wenig verbreitet, aber mindestens genau so schön anzusehen, ist die Sorte «Black Lace»:

Mit ihrer herrlich tief dunkelroten Tönung und den kräftig geschlitzten, zierlichen Blättern besticht diese Sorte zusätzlich mit kontrastreichen Blütendolden. Rosa Blütenknospen erstrahlen im Mai/Juni in adrettem weiss und paradiesisch nach Zitronen duftend.

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Wer auf die hervorragenden Eigenschaften des Holunders schwört, wird von der Sorte «Sampo» nicht enttäuscht sein. Viele gelblich weisse Blüten mit angenehmem Duft erfreuen Auge und Nase. Ab Mitte August ist die Pflanze übersät mit unzähligen grossen, schwarzen, kugeligen Beeren. In rohem Zustand sind diese giftig, dies ändert sich durch das Erhitzen der überaus aromatischen Früchte. Danach sind der kulinarischen Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt.

 

 

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