Thema des Monats Januar: Der Nutzgarten

by wyder, 17. Januar 2018

<<Nichts ist so frisch, wie aus dem eigenen Garten.>>

Es mag früh erscheinen, wenn es draussen kalt und dunkel ist, oder gar noch Schnee liegt. Jedoch ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken über den eigenen Nutzgarten zu machen. Die Ernte von Kräutern und Gemüse aus dem eigenen Garten will früh geplant sein.

Bereits Ende Februar, Anfang März kann mit der Anzucht auf der Fensterbank begonnen werden. Wichtig ist, dass es genügend hell ist draussen, damit die Keimlinge nicht lange und brüchige Stängel bilden.

In Kokosquelltöpfchen in einer Schale und mit Glas abgedeckt, können auf der Fensterbank diverse Gemüse und Kräuter bereits ab Ende Februar ausgesät und aufgezogen werden, dazu gehören zum Beispiel: Tomaten, Auberginen, grüne Bohnen, Kefen, Erbsen, Zwiebeln, Lauch, Karotten, Radieschen oder Sellerie. Ebenfalls Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Basilikum oder Koriander.

Salat empfiehlt sich erst im Frühjahr zu säen, damit er direkt draussen kultiviert werden kann. Die Saat direkt ins Beet braucht zwar länger bis zur Ernte und zusätzlich Zeit beim Ausdünnen der Keimlinge, jedoch bilden die Salate dann ein tiefreichendes Wurzelsystem und es muss weniger gegossen werden. Die Aussaat und Kultivierung in Quelltöpfchen an einem geschützten Standort ergibt einen Erntevorsprung von ca. 4 Wochen, jedoch können Sie auch diverse Setzlinge bei Ihrem Gartencenter beziehen und somit diese 4 Wochen wieder wettmachen.

Eine grosse Auswahl an Saatgut und Saatzubehör wie Quelltöpfchen, Saatschalen, Sprüher etc. finden Sie beispielsweise im Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf.

Eine erfahrene Hobby-Tomaten-Züchterin erklärt in kurzen Schritten die Aufzucht von Tomaten:

Geben Sie Anfangs März in jedes Quelltöpfchen 2-3 Samen, stellen Sie die Töpfchen in eine geschlossene Schale und decken Sie diese mit einer Glasscheibe ab. Bis zur Keimung der Samen sollte die Schale an einem warmen Ort (Kachelofen, Heizungskeller) stehen. Sobald die Samen keimen, muss die Schale an einen sehr hellen Ort gestellt werden, idealerweise bei einer Temperatur zwischen 18-20°C. Die Glasscheibe können Sie weglassen, es muss jedoch immer für genügend Feuchtigkeit gesorgt werden. Sobald die Keimlinge das erste richtige Blatt (zuerst machen sie Keimblätter) gemacht haben, können die Pflänzchen samt Quelltöpfchen in einen grösseren Topf gepflanzt werden. Die Hobby-Züchterin empfiehlt die Tomaten in 8cm Torftöpfchen zu pflanzen. Dazu legt sie zuunterst in den Topf eine Tomatendüngerkugel von Hauert und stellt das Töpfchen direkt darauf. Den Rest des Topfs füllt sie mit Anzuchterde auf. Je nach Wetter können die Tomaten Anfangs bis Mitte Mai in das Tomatenhaus ausgepflanzt werden. Pflanzen Sie die Tomaten ebenfalls wie beim Umtopfen tief ein, da die Pflanzen am Stiel ebenfalls Wurzeln schlagen können. Ein Geheimtipp der Hobby-Züchterin: in jedes Pflanzloch frisch geschnittene Brennnesseln geben und die Erde mit Stroh abdecken.

Haben Sie keinen Garten, sondern nur eine Terrasse? Oder sind Sie das Bücken über den Gemüsebeeten leid? Lesen Sie im Februar unser nächstes Thema des Monats. Dort dreht sich alles rund um Hochbeete.

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