Pflanze des Monats Dezember

by wyder, 13. Dezember 2018

Zingiber officinale            Ingwer

Jeder kennt die unförmige Gewürz-Wurzel aus der Früchteabteilung. Ingwer hats in sich – und zwar schon lange! Ob als Heilpflanze, Arznei, Küchengewürz oder aktuell sehr trendy: als Getränk. Die aromatische Wurzel steckt voller ätherischem Öl, Harz und Gingerol, einer Substanz, die dem Ingwer die unverkennbare Schärfe verleiht.

Die im Ingwer enthaltenen Stoffe kurbeln die Fettverbrennung an, beruhigen den Magen und helfen gegen Übelkeit. Die Wurzel wird in möglichst feine Scheiben geschnitten und mit kochend heissem Wasser übergossen – das löst die Inhaltsstoffe schneller heraus. Der Tee, mit einem Minzen-Zweig und etwas Saft einer Zitrone serviert, ist besonders bei Erkältung sehr zu empfehlen.

Die ursprüngliche Herkunft der Pflanze kann nicht genau belegt werden. Die ältesten Berichte über Ingwer als Heilpflanze stammen aus China von Kaiser Shen Nung, der etwa 2.500 Jahre vor der europäischen Zeitrechnung lebte.

Ingwer wächst in den tropischen sowie den subtropischen Gefilden dieser Erde. Daher sind die vegetativen Merkmale der Pflanze in unseren Breiten weniger bekannt. Die krautige, schilfähnliche Pflanze erreicht Wuchshöhen von 0.5-1.5m mit langen, schmalen Laubblättern.

Die einjährige Pflanze braucht eine 10-monatige Wachstumsphase, um schöne und starke Rhizome von hoher Qualität entwickeln zu können. Vermehrt wird der Ingwer durch Teilung der Wurzelknolle im späten Frühjahr. Aus einer frischen Wurzel kann im Blumentopf zu Hause eine attraktive Zimmerpflanze gezogen werden. Probier’s aus!

  • Bio-Ingwerwurzel kaufen (am besten im Frühjahr), über Nacht in ein Glas Wasser legen
  • Pflanzgefäss ca. 30cm hoch mit nährstoffreicher Erde füllen und die Ingwerwurzel mit den Austriebsknospen nach oben locker in die Erde setzen, sodass ein Teil oben herausragt
  • An einen warmen, hellen Standort platzieren und die Erde stetig leicht feucht halten (Achtung: keine Staunässe!)
  • Nach ca. 8-10 Monaten werden die Triebe gelblich und die Knolle kann geerntet werden
  • Nach dem Ernten einen Teil der Knolle abschneiden und bis zum Frühling nicht mehr giessen

Viel Erfolg!

Seit dem 9. Jahrhundert kennt man die Pflanze und vor allem ihre Wirkung im deutschen Sprachraum. Die altbekannte und altbewährte Heilpflanze erlebt seit geraumer Zeit einen regelrechten Boom und wird mittlerweile auch in Europa, unter anderem in der Schweiz, erfolgreich als Bio-Ingwer angepflanzt, verkauft und verarbeitet.

 

Seit zwei Jahren produziert zum Beispiel eine junge Frau aus Zürich, Ingwerlikör ausschliesslich aus zertifizierten Bio-Produkten. Ihre eigene Rezeptur verfeinert sie stetig, füllt nach wie vor jede Flasche eigenhändig ab und vertreibt diese in renommierten Clubs und Bars von Zürich.

Ingwer-Shots sind das Trendgetränk der Stunde. Dank den Scharfstoffen und den ätherischen Ölen ist der Drink antibakteriell, schmerzlindernd und durch die Wirkung auf die Verdauung ein idealer Digestif nach einem üppigen Mal.

Mit ihrer wemakeit-Kampagne verschafft sich die Zürcherin Zutritt zu den Grossküchen und initiiert die Umstellung auf Bio-Produkte. Ihr Ziel ist nicht die Industrieproduktion, sondern klein bleiben und weiterhin selber produzieren.

 

 

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