Pflanze des Monats Januar

by wyder, 8. Februar 2019

Crocus sativus            Safran

Die Krokusse sind eine Pflanzengattung der Schwertliliengewächse. Die etwa 235 Krokusarten sind vor allem im Orient, aber auch in Europa, Nordafrika und bis nach Westchina verbreitet. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen. Durch gezielte Kreuzungen verschiedener Arten ist eine große Zahl von Sorten und Krokus-Hybriden entstanden, die in der Farbe, der Blütezeit und Blühdauer stark variieren.

Eine wirtschaftlich bedeutsame Krokusart ist der Safran (Crocus sativus), von dessen griechischem Namen krókos das lateinisch-deutsche Wort Krokus stammt. Anders als die meisten Krokus-Arten blüht der Safran im Herbst. Aus den Narben seiner Blüten wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen.

Heute stammt Safran grösstenteils aus Ländern wie Afghanistan, Iran oder Marokko.

Safran ist in ganz Europa schon seit der Renaissance sehr gefragt, und es wird damit entsprechend intensiv gehandelt. Die Verwendung und der Handel mit Safran sind in der Schweiz mindestens seit dem 15. Jahrhundert gut belegt. Aber sein Anbau?

Die Legende wird Wahrhaftigkeit. Im kleinen Dorf Mund im Wallis gehört der Safrananbau sogar seit dem 14. Jahrhundert zur Tradition, und das «rote Gold» wird auf 1200 Metern über dem Meeresspiegel geerntet.

Seit einigen Jahren erleben die Safranfäden aus der Schweiz ein richtiges Comeback. Im Aargau hat sich der Safrananbau seit 2007 erfolgreich etabliert. Unter dem Label «Aargauer Safran» wird inzwischen die schweizweit grösste Ernte gewonnen. In weiteren Schweizer Kantonen wurde ab den 2010er Jahren mit dem Safrananbau begonnen, so beispielsweise in Appenzell, Bern, Freiburg, Luzern, St. Gallen und im Tessin.

Rezeptidee mit Munder-Safran:

https://fooby.ch/de/rezepte/9128/munder-safran-risotto?startAuto1=0

Im Garten gewinnt der Krokus den Schönheitspreis, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Je kühler es bleibt, desto länger halten sich die Blüten des Frühjahrskrokusses. Damit sich die Pflanzen richtig entfalten können, brauchen sie Luft, Licht und gerne auch Sonne.

 

Bildquelle: tagora.ch Aargauer Safran

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