Pflanze des Monats November

by wyder, 12. November 2019

Zimt

 

»Das Licht des Winters, ist die Poesie der Geduld.«

 

Wer kennt ihn nicht, den einzigartigen, aromatischen Geschmack dieses Gewürzes. Hingegen wird dem bis zu 18m hohen Baum – dem Produzent der Rinde – wenig Aufmerksamkeit gezollt. Obwohl Zimt zu einem der ältesten Gewürze gehört. Angeblich wurde er schon 2000 v. Chr. In China und Indien verwendet. Den Ägyptern diente er bei der Einbalsamierung, als Räuchermittel und Aphrodisiakum und im römischen Reich wurde schon rege damit gehandelt. Wegen des gefahrvollen Seeweges war dieses Handelsgut aber extrem teuer.
Um den ohnehin schon sehr teuren Zimt noch mehr zu mystifizieren, wurde seine Herkunft verschleiert. Orientalische Zwischenhändler berichteten von sagenhaften Zimtvögeln, die aus der braunen Rinde des Zimtbaumes ihre Nester bauten, welche sie vehement gegen menschlichen Zugriff verteidigen würden. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot beschrieb im 5. Jahrhundert v. Chr. Zimt als eine Unterwasserpflanze aus einem magischen See.

Kein Gewürz ist so eng mit dem Weihnachtsfest verzahnt wie Zimt. Zwar wird Zimt für Süssspeisen und Gebäck ganzjährig verwendet, aber die Weihnachtsbäckerei und Glühweinzubereitung wäre ohne diese hocharomatische Zutat kaum denkbar.

Quelle war ursprünglich der echte, oder Ceylon-Zimtbaum. Heute überwiegt mengenmässig die Zimtkassie aus China oder der billige indonesische Zimt. In Japan und China wird der vietnamesische Zimt sehr geschätzt.
Der echte Zimtbaum ist ein immergrüner Baum mit Stammdurchmessern bis zu 60cm und gehört zur botanischen Familie der Lorbeergewächse. Wie bei vielen tropischen Baumarten werden ohne festen Zeitpunkt im Jahreslauf viele Blätter gleichzeitig gebildet. Dabei sind die jungen Blätter bei vielen Arten stark rot gefärbt, was vor zu starker UV-Strahlung schützt.
Die schwarz-braune Borke schützt den aromatisch riechenden Rindenbast, welcher in der Kultur zwei- bis dreimal pro Jahr geerntet wird.

Die Zimtstange besteht aus fermentierten und zusammengerollten Schichten von Zimtrinde. Dafür werden Zweige abgeschnitten und entrindet. Die Rinde wird in Matten zum Fermentieren eingeschlagen. Dadurch löst sich die aromahaltige Schicht, welche sich beim Trocknen in der Sonne zusammenrollt. Mehrere dieser Röllchen werden in Handarbeit ineinandergesteckt und zurechtgeschnitten. Das Ergebnis wird zum Stangenzimt. Die Reste der Bruchstücke werden zu Pulver zermahlen.

In unseren Breiten wird das Gewürz gern zusammen mit Zucker verwendet. Süssspeisen, Gebäck und Getränke werden damit veredelt, aber auch als pikante Würze ist Zimt bestens zu gebrauchen. Gänse-, Enten- oder Schweinebraten profitieren auf erstaunliche Weise von seinem Aroma, in Marinaden und auch für Fleisch ist Zimt kaum verzichtbar und jedes Currypulver enthält Zimt als Zusatz.

Ein bestimmt höheres Ansehen als die Schnecken im Garten, erlangt das weltweit bekannte Süssgebäck «die Zimtschnecke». Diese ist in ganz Nordamerika, Mitteleuropa und in Skandinavien sehr beliebt. An öffentlichen Diskussionen in Dänemark 2013/14 stand der Zimt aufgrund von Höchstgrenzen des Cumarin-Gehalts im Mittelpunkt. Da Cumarin in grösseren Mengen gesundheitsschädigend sein könne. In Folge wurde die Zimtschnecke von den dänischen Lebensmittelbehörden als traditionelles Backwerk anerkannt. Für diese gelten höhere Grenzwerte.

Noch besser schNecken Zimtschnecken übrigens mit einem Cream-Cheese-Frosting überzogen!

Bon Appétit !

https://www.chefkoch.de/rezepte/2287701364848460/Zimtschnecken-Cinnabon-Style.html

 

Quellen:

wikipedia.org, chefkoch.de

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