Thema des Monats Januar

by wyder, 17. Januar 2019

Licht im Garten

 

<<Um das Licht zu sehen muss man in der Dunkelheit sein.>>

 

Es gibt viele kontrovers diskutierte Gartenthemen. Eines davon ist sicher das Licht.

Einerseits ist es aus der modernen Gartenarchitektur nicht mehr wegzudenken, andererseits wird die Natur durch die stetig zunehmende Lichtverschmutzung immer mehr beeinträchtigt. Seit geraumer Zeit versuchen Städte mit einem Plan Lumière dem entgegen zu wirken. Die Beleuchtung wird bewusst geplant und somit die Abstrahlung in den Nachthimmel so gering wie möglich gehalten.

Diesen Grundsatz sollte man auch bei der Gartenplanung berücksichtigen. Oftmals wird dem Wunsch nach Beleuchtung zu wenig Gewicht zugestanden, und dann wird falsch, zu viel und zulange beleuchtet.

Doch was steckt hinter dem Gedanken, den Garten zu beleuchten? Es gibt drei verschiedene Arten von Beleuchtung: „Sicherheitsbeleuchtung“: Hier geht es darum, dass Objekte oder Plätze hell erleuchtet werden, sei es, weil dort in der Nacht gearbeitet wird oder aus Objektschutzgründen, damit Vandalen oder Einbrecher nicht im Schutz der Dunkelheit agieren können. Dann gibt es das „Orientierungslicht“: Es hat den Zweck dem Menschen in der Dunkelheit den Weg zu zeigen. Wo ist der Eingang, wo sind Stufen, wo führt der Weg durch?

Und als drittes gibt es das „Stimmungslicht“: Es ist das was viele unter Gartenbeleuchtung verstehen. Es setzt Akzente im Garten, beleuchtet das Wasser im Schwimmbecken, strahlt einen Strauch an oder leuchtet unter einer Sitzbank hervor.

Doch oftmals möchte man genau von diesem Stimmungslicht viel zu viel. Warum nicht noch diese Wand anleuchten, diesen Baum, das Wasserbecken und dann noch ein paar Kugelleuchten in der Rabatte? Am Schluss ist der Garten so hell, dass die Stimmung darunter leidet. Hier kommt der Eingangssatz zum Tragen: „Um das Licht zu sehen muss man in der Dunkelheit sein“.

Ist es nicht viel stimmungsvoller, in der abgedunkelten Lounge zu sitzen und den Garten durch wenige Lichtakzente mehr zu erahnen als genau zu erkennen? Die schemenhaften Äste und Gräser im Halbdunkeln erzeugen erst diese Stimmung.

Somit kann man auf wenige qualitativ hochwertige Leuchten setzen, an welchen man viele Jahre Freude hat. Leider werden oftmals aus Kostengründen minderwertige Leuchten eingesetzt, die den Witterungsverhältnissen nicht gewachsen sind und somit den Gartenbesitzern mehr Ärger als gemütliche Stimmung bescheren.

Oftmals ist Geduld auch hier ein guter Ratgeber. Beim Gartenumbau einfach nur die Leerrohre ohne Beleuchtung verlegen, und dann eine Saison lang den Garten nutzen, und schnell merkt man, wo das Licht am sinnvollsten wäre. Dieser „Zwischenschritt“ lohnt sich ungemein, da er ausser Zeit nichts kostet.

 

 

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